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Die Mode des Rock'n'Roll

Seit fast 50 Jahren versorgt die dienstälteste Rockband unserer Zeit ihre Fangemeinde weltweit mit modischen Accessoires und Kleidungsstücken. Der wohl bekannteste Aufdruck, eine ausgestreckte Zunge, findet sich noch heute auf vielen T-Shirts unterschiedlicher Markennamen wieder.

Wer die Biografie der Rolling Stones verfolgt hat, kennt den einzigartigen Style der Band genau. Dass die Mitglieder ein gutes Gespür für Mode haben, bewies erst vor kurzem Ron Wood. Der bekannte Gitarrist ging unter die Designer und veröffentlichte 2009 seine eigene Herbst/Winter-Kollektion für das Londoner Kaufhaus Liberty. Von seinen eigenen Bildern inspiriert finden sich auf den Kleidungsstücken bunte Pinselstriche (Kleid) und wilde Gitarrenmotive (T-Shirt, Schal) wieder, die an die Kunst des Graffitis erinnern. Nicht nur für Rock’n’Roll-Fans geeignet überzeugt die Kollektion mit drei Motiven, die von den Gemälden des Briten als Druckmotive adaptiert wurden. Ebenfalls in der Modebranche tätig ist Elizabeth Scarlett Jagger, Tochter von dem Bandoberhaupt Mick Jagger. Die 27-jährige Britin begann ihre Laufstegkarriere bereits mit 14 Jahren und wirkte in verschiedenen Kampagnen (unter anderem Burberry, GAP, H&M, Lancôme, Monsoon und Tommy Hilfiger) mit, im Juni 2011 zierte sie sogar das Cover des amerikanischen Playboys. Im Videokatalog von PRO7 findet man übrigens noch weitere Prominews und Videos.

Haute Couture trifft auf Rock'n'Roll

Auf der diesjährigen Mailänder Modewoche vom 21. bis zum 27. September 2011 ließen sich namhafte Labels wie Gucci ebenfalls von der amerikanischen Musikrichtung inspirieren. Frida Giannini, Kreativdirektorin der italienischen Modemarke, präsentierte die neue Frühjahrs- und Sommerkollektion 2012, angelehnt an die Zeit des Art Déco – eine gestalterische Verbindung von Eleganz der Form, Kostbarkeit der Materialien, Stärke der Farben und Sinnlichkeit der Thematik. Die geometrischen und glänzenden Muster zeichnen sich durch einen Hauch Rock'n'Roll-Glamour aus. Aufgrund von Fransen, einer tiefen Taille und kurzen Jacken erinnern die Silhouetten auch ein bisschen an die goldenen 20er Jahre. Mit einer farbenfrohen Show von dem britischen Designer John Richmond eröffnet gab es auf der Modewoche auch hier eine Kombination aus engen Kleidern und taillierten Kostümen, die einen Touch von Rock'n'Roll an sich hatten. Aber auch in der aktuellen Kollektion von Just Cavalli wurden leichte Hippie-Einflüsse mit einer Portion Rock’n’Roll und Exotik gemixt. Von üppigen Chiffonroben mit wilden Animal-Prints über Minikleider mit Blumendruck bis hin zu Denim, Leder, Nieten und Fell war für jeden Modegeschmack etwas dabei. Natürlich kosten die edlen Stücke der renommierten Designer ein kleines Vermögen, doch gibt es mittlerweile genug Modeketten, die ähnliche Designs für kleines Geld auf den Markt bringen.